Erfolgreiche Postensuche im Märchenwald
Am vergangenen Sonntag wurde der 3. Nationale OL als Mitteldistanz im Kernwald durchgeführt. Das Highlight in der diesjährigen OL-Agenda lockte fast 1700 Teilnehmende an. Denn der sagenumwobene Wald mit seinen Felsen und grossen Steinen ist in OL-Kreisen legendär. Er ist nicht nur von mystischer Schönheit, sondern speziell für die Techniker ein wundervolles Tummelfeld.
Für die Wiggertaler war das Schwierigkeitslevel doch um einiges höher als in den gewohnten Mittellandwäldern. Trotzdem meisterte die kleine Delegation die hohen Anforderungen bestens. Am eindrücklichsten war die Leistung von Maxim Bertschi (Gränichen) einzustufen, der bei den H16 gleich alle 53 Gegner bezwang. Dass ihm dieser Vollerfolg nach einer längeren Verletzungspause so überzeugend gelang und er physisch so gut mithalten konnte, überraschte ihn selber. Henry Wymann (Rothrist) verlor nur einmal auf einer längeren, unwegsamen Querroute etwas Zeit im Gelände. Ansonsten setzte er seine Strategie, mit möglichst sicheren und kompromisslosen Routen schnell durch den Parcours zu kommen, gekonnt um. Er wurde bei H14 toller Siebter. Nicht zufrieden war Joschka Bertschi (Gränichen), der bei H18 seine Erfolgschancen wegen einer missratenen Postenverbindung begraben musste. Annalena Zinniker (Aarburg, 13. Rang/D18) und Ronja Frei (Mühlethal, 11. Rang/D16), vermochten mit guten Resultaten zu überzeugen und obwohl sie ein paar kleinere Unsicherheiten verbuchen mussten, waren sie mit ihrer Leistung zufrieden. Denn die ambitionierten Jugendlichen des Vereins kehrten alle eben erst müde aus dem Trainingslager des Nachwuchskaders im Tessin nach Hause.

Auch die Seniorinnen und Senioren des Vereins überzeugten. So war selbst die H85-Bahn zwar kurz, aber Hans Baumann (Rheinfelden) musste sich seinen Sieg immer noch physisch, koordinativ und technisch auf hohem Niveau erarbeiten. Elisabeth Haberstich verlor sich bei einem etwas harzigen Renneinstieg kurz in den Details der Karte, kurvte und turnte danach aber sicher um die vielen grossen, moosbewachsenen Steinklötze von einem prähistorischen Bergsturz vom Stanserhorn und über viel Fallholz zu einem wohlverdienten 4. Rang bei D70.



