Sport und Spass im Wallis

Fast 2500 begeisterte Läuferinnen und Läufer aus 36 Nationen trafen sich anlässlich der Swiss-O-Week in der Region Dents du Midi zu einer packenden Wettkampf- und Ferienwoche.

Die Swiss Orienteering Week wird alle zwei bis drei Jahre in alpinem Gelände ausgetragen und verbindet Sport geschickt mit Freizeit und Abenteuer. Nach namhaften Austragungsorten wie St. Moritz, Arosa, Gstaad oder Zermatt gastierte die Swiss-O-Week nun erstmals im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis sowie im angrenzenden Frankreich. Im weitläufigen Skigebiet der Portes du Soleil, mitten in der Région Dents du Midi, jagten auch rund 40 Mitglieder des OLK Wiggertal den rot-orangefarbenen Postenfahnen nach.

Bei täglichem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen bekamen die Wettkämpfer abwechslungsreiche Laufgelände präsentiert. Die erste Etappe führte über markante Steinblöcke und Felsbänder hinein in einen dichten alpinen Wald, in dem die unzähligen Heidelbeerstauden das schnelle Vorankommen erheblich erschwerten. Die Etappen zwei bis vier wurden in typischen Alpenlandschaften ausgetragen, die teilweise über Skipisten führten. Auf den Alpweiden war hohe Konzentration gefordert: Karstgebiete mit tiefen Spalten, steinige Abschnitte, Bodensträucher, Baumgruppen und idyllische Bergseen wechselten sich ab. Als fünfter Wettkampf stand ein Waldsprint auf dem Programm. Die kurzen Postenabstände und der ungewohnte Kartenmassstab verlangten von den Läuferinnen und Läufern eine hohe Aufmerksamkeit. Das finale Rennen führte schliesslich in voralpines Gelände, das mit seinen Wäldern und halboffenen Weidelandschaften stark an den Jura erinnerte.

 

Für die meisten Wiggertaler standen Spass und Abenteuer im Vordergrund. Für die sportlichen Glanzlichter sorgten in erster Linie die Jungen. Eveline Husner (DAM) lief gleich dreimal aufs Podest und sicherte sich damit den dritten Gesamtrang. Die gleiche Platzierung in der Endabrechnung erreichte Jan Wullschleger (HAM), der zweimal auf dem Treppchen stand. Maxim Bertschi (H18) sowie sein Bruder Joschka (H20) glänzten ebenfalls mit jeweils zwei Podestplätzen – Maxim fehlten am Ende nur wenige Punkte auf Rang drei. Als einzige Wiggertalerin feierte Annalena Zinniker (DAM) einen Etappensieg. Sie beendete die Woche auf dem fünften Schlussrang. Jeweils eine Top-3-Platzierung erreichten Anouk Bertschi (D14, Gesamtrang fünf) und Sonia Flückiger (DAL). Ronja Frey (D16) überzeugte mit konstanten Läufen und sicherte sich dadurch den zehnten Gesamtplatz. Als einzige Seniorin schaffte es Lily Husner (D65) zweimal in die Medaillenränge. Nach dieser ereignisreichen Woche blickt die OL-Gemeinschaft bereits voraus: 2028 wird die nächste Swiss-O-Week in Saas-Fee ausgetragen.