Wir gratulieren den beiden herzlich zu ihrer Selektion und wünschen ihnen schon jetzt ein erfolgreiches und spannendes OL-Jahr 2020.

 

Zwei Wochen vor dem grossen nationalen Saisonende mit den Swiss Orienteering Finals kam es vergangenen Samstag bei Schlierbach zur Endabrechnung in der Aargauischen Schüler- und Jugendmeisterschaft (ASJM), dem McDonald's Cup. Die OLG Rymenzburg nutzte im nah gelegenen Seckwald die schönsten Partien geschickt für spannende und faire Bahnen aus.

 

Das Nachwuchsteam des OLK Wiggertal unter der Leitung von Barbara Zinniker (Aarburg) und Heidi Gafner (Küngoldingen) trat mit grossen Erwartungen an, war doch die Ausgangslage in der Wertung vielversprechend. Maxim Bertschi (Küngoldingen) zeigte bei H10 nochmals ein fehlerfreies und beherztes Rennen. Doch trotz des verdienten Tagessieges verpasste er ganz knapp den Meistertitel und wurde Zweiter. Auch für Bruder Joschka (H14) lagen die Medaillenplätze in Reichweite. Er hielt dem Druck gut stand, verlor nach eigenen Angaben nur minim Zeit und konnte sich als bester Aargauer klassieren. Infolge Punktgleichheit mit seinem stärksten Gegner war es schliesslich die bessere Tagesklassierung, die den laufstarken Schüler mit Gold belohnte. Annalena Zinniker (D12) lieferte sich in den neun Wertungsläufen während des Jahres einen harten Zweikampf mit Noée Treier (Birmenstorf). Mit je vier Siegen auf dem Konto der beiden Mädchen war die Abrechnung sehr ausgeglichen, jedoch brachte ein Fehler von Zinniker im Schlusslauf den Entscheid zugunsten von Treier und die silberne Auszeichnung für die Aarburgerin.

Das traditionelle Herbstlager für Kinder, Jugendliche und Erwachsene fand in diesem Jahr auf der Sellamatt im Toggenburg statt. Die Nachwuchsleitungsteams des OLK Argus und des OLK Wiggertal hatten ein Lagerhaus gefunden, das am Rande der OL-Karte Selamatt (auf rund 1400 m.ü.M.) lag. 47 Personen aus 4 OL-Vereinen erlebten eine tolle Woche mit Trainings, feinem Essen (danke an Gisela & Res Schödler für ihre Zauberkünste), Abendprogramm und viel Abwechslung (inkl. Wetter).
 
 
 

Lang, steil, rutschig und ruppig

Die Bruwaldalp/Brächalp oberhalb vom autofreien Dorf Braunwald entpuppte sich als sehr ruppiges und in allen Belangen äusserst forderndes Laufgelände. Es liegt zwischen 1500 und 1800 Meter über Meer, und beinhaltet mehrere Geländekammern: bewaldete oder offene Bergsturzgebiete, Wald mit Karrenfeldern, Karstgebiete, offene Alpweiden, halboffene und locker bewaldete Abschnitte, Sumpfweiden sowie steile Hänge.

Diese Gegebenheiten beeinflussten auch die Belaufbarkeit, die von gut bis mässig, bedingt durch dichtere Bodenvegetation und steinigem Untergrund, immer wieder wechselte. Das dürftige Wegnetz besteht aus den notwendigsten Alperschliessungsstrassen sowie ein paar Wanderwegen. Die Waldvegetation zeichnet sich mehrheitlich durch Nadelwald, in den Bereichen der Waldgrenze und auf Ablagerungen von Bergstürzen auch durchsetzt mit buschigen Erlen und Eschen aus. Als Folge des Dauerregens vom Vortag waren die Böden schwer und die steilen Hänge sehr rutschig.
 
Anlässlich der OL-Weltcupläufe in Laufen fanden auch zwei nationale Austragungen für den Breitensport statt. Die jeweils mehr als 1100 Wettkämpfer aus der ganzen Schweiz feuerten nach ihrem eigenen sportlichen Einsatz die besten Athleten der Welt zu Höchstleistungen an.

 

Am Samstag stellte ein Langdistanzlauf über den sanften Hügelzug Brislachallmet-Lenen hohe physische Anforderungen. Die Karte mit vielen Kuppen und teilweise feinem Relief hätte das OL-Herz höherschlagen lassen, wenn da nicht der starke und dornenreiche Grünbewuchs und die grossflächigen Fallholzgebiete gewesen wären. Die langen Laufzeiten und die erschöpften Wettkämpfer zeugten davon.